Xi’an – einst goldene Hauptstadt

Xi’an ist Chinas geschichtsträchtigste Stadt, denn sie diente einst als königliche und kaiserliche Residenz und war mehr als tausend Jahre die Hauptstadt Chinas. Noch heute besitzt sie eine fast vollständig erhaltene Stadtmauer und ist Ausgangspunkt der Seidenstraße.

Zu den wichtigste Sehenswürdigkeiten zählen die alte Stadtmauer, der Bell Tower, der Drum Tower, das muslimische Viertel, der Stelenwald mit einer Sammlung von über 1000 Stein-Stelen mit Schriften und Malereien und ausserhalb der Mauer im Süden der Stadt die Große Wildganspagode.

An der alten Stadtmauer, genauer gesagt am Südtor hatten wir auch unser Hotel. Ein super Ausgangspunkt, um das meiste auch in der Tat zu erlaufen, oder mit dem Rad zu fahren… Auf der Stadtmauer kann man sich nämlich Fahrräder ausleihen und so in zwei Stunden einmal die komplette Mauer abfahren. Macht super Spaß, aber man sollte kein Tandem nehmen. Hätte ich noch vor kurzem behauptet, dass Tandem-Fahren mit Sicherheit cool, weil unanstrengend ist, so habe ich nun das Gegenteil erfahren. Weder als Lenker, noch als Beifahrer war es wirklich angenehm. Das mag natürlich auch an der Größe der Räder liegen, dem Sattel und den Schlaglöchern…Neben Wettfahrten mit Chinesen, waren wir auch beliebtes Fotomotiv und ich habe mir meinen ersten chinesischen Sonnenbrand geholt. Das Wetter in Xi’an ist um Welten besser als in Suzhou!

Zwei Seitenstraßen von der Hauptstraße entfernt, haben wir uns dann für den Rest des Tages gestärkt. Die kleine Hütte hat so leckere Nudeln gemacht, dass wir am nächsten Tag nochmal vorbei geschaut haben. Zudem hat mir die Art und Weise der Geschirr-Reinigung gut gefallen!

Die beiden Türme haben wir uns nur von aussen angeschaut, dafür sind wir im muslimischen Viertel und auch in der Mosche für ein paar Stunden in eine faszinierende Welt eingetaucht. Die Moschee ist im 14. Jahrhundert im chinesischen Stil erbaut worden und ist nach den Marktständen und dem regen Treiben auf der Straße eine richtige Ruhe-Oase.

Am Abend lohnt es sich zur großen Wildganspagode zu fahren. Hier findet jeden Abend ab 21 Uhr eine kostenlose große Brunnen- und Musikshow statt – und wir hatten den Eindruck, dass wir auf dem Jahrmarkt sind.

Xi’an ist also eine Reise wert. Wir hätten gut und gerne noch ein paar Tage anhängen können, um dann auch mal in die Berge zu fahren. Denn zum Hua Shan, einem der fünf heiligen Gebirge der Provinz Shaanxi haben wir es nicht mehr geschafft…

Ach ja, und das nächste Mal werden wir auch mit dem Zug zurück fahren. Über eine Stunde bis zum Flughafen, 1,5 Stunden vorher einchecken, 2 Stunden Flug, und dann nochmal gute 2 Stunden vom Shanghai Hongqiao Airport nach Suzhou. Die Zeit hätten wir besser nutzen können!

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