Home sweet home

Am Donnerstag war es nun endlich soweit….wir sind umgezogen! Ich habe ja schon nicht mehr dran geglaubt…Das Hotel war zwar schön, aber die eigenen 4 Wände sind dann doch nochmal etwas anderes!

Die Wohnungsübergabe hat unseren Makler ganz schön gestresst. Er hat nicht mit der deutschen Gründlichkeit gerechnet. Alle Schalter wurden ausprobiert, alle runden Ecken reklamiert (es sollte ein deep cleaning VOR dem Einzug durchgeführt werden, wir haben das deep cleaning dann aber selbst NACH dem Einzug erledigt). Jason, der Makler, hat versucht uns die Waschmaschine zu erklären – ich glaube er wusste selbst nichts mit den chinesischen Schriftzeichen und unterschiedlichen Programmen anzufangen. Danach hat er uns erläutert, dass es ja nichts macht, wenn wir keine Fernbedienung für den Fernseher haben, wir könnten über den Receiver auch alles steuern. Im Übergabeprotokoll sollten wir allerdings unterzeichnen, dass wir eine hätten.
Seit dem Einzug läuft nun ständig die Waschmaschine – in welchem Programm wissen wir allerdings nicht so genau. Dafür wissen wir aber, dass der Top-Lader nur mit kaltem Wasser wäscht 😦
Ansonsten sind wir am Putzen und Einräumen und zwischendurch klingelt es immer mal wieder an der Tür, weil der Postbote noch die verschiedensten Dinge abliefert, die noch fehlen: Wasserkocher, Staubsauger, Trockner, Reiskocher. Nun fehlt noch das Gästesofa, sowie Schreibtisch und Regal.

Nebenher machen wir hier ein wenig die Gegend unsicher. Schauen, wo man was am Besten einkauft und haben Großeinkauf bei Auchan gemacht. Hier bekommt man alles und nichts. Und nach guten 3 Stunden IM Auchan waren wir dann auch dementsprechend erledigt.
Ist das jetzt Milch, oder ist es keine? Wo findet man Gefriertüten? Ob die Wurst wohl schmeckt? Wo gibts den Joghurt? Mein neues Lieblingskonstrukt ist daher: Zhègè zài nǎr?und dann deute ich auf Mitgebrachtes oder in den Einkaufswagen anderer Menschen. Funktioniert fast immer, auch im Restaurant (dann allerdings ohne zài nǎr?), wenn wir aus der Speisekarte nur Bahnhof lesen können. Und wenn es nicht funktioniert, dann höre ich mein tansanisches Lieblingswort „hamna“ – gibts nicht – auf chinesisch: méiyǒu!

Nachteil der eigenen Wohnung ist natürlich, dass der Kaffee und die Frühstückssuppe nicht für mich bereit stehen, das Geschirr gespült werden muss – Sterilisator, aber keine Geschirrspülmaschine!!! – und wir erst mal noch ein starkes VPN finden mussten, damit ausser spiegel.de auch noch was anderes auf dem Rechner läuft…aber auch das geht mittlerweile!

Und wo wohnen wir nun?
In Grace Residence auf der östlichen Seite des Jinji Lakes. Das ist ein Compound mit 20 Wohnhäusern unterschiedlicher Höhe, einem nett angelegten Garten mit sprechenden Steinen, aus denen man am Abend beschallt wird. Einen kleinen Supermarkt gibt es auch, in dem man das Nötigste von 8 bis 22 Uhr bekommt. Super, wenn einem um 21 Uhr noch einfällt, dass man zwar Lust auf ein Bier hat, aber nicht mehr raus möchte. Wir haben uns für eine Wohnung im 7. Stock entschieden, was eigentlich für hiesige Verhältnisse recht niedrig ist, aber die Wohnung ist einfach nett gewesen und hat alles, was wir so brauchen. On top sind kleine Geschäfte, leckere „Restaurants“- was hatten wir heute morgen einen Knoblauch-Geschmack im Mund – , die Fahrrad-Leihstation, die ich allerdings noch nicht beherrsche, die U-Bahn, Bushaltestelle, der Lake, Times Square und Moonlight Harbour in Laufnähe!

Ab sofort lautet unsere neue Adresse:
苏州
园区和众街
215号和风雅致
3幢701室

…und Übernachtungsgäste sind herzlich willkommen…aber nur wenn sie die richtigen Mitbringsel im Gepäck haben!

Und hier noch ein paar Eindrücke aus dem neuen Zuhause:

 

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