Resident Permit

Nachdem ich dieses Mal mit dem richtigen Visum eingereist bin, stand der Beantragung meines Resident Permits für China quasi gar nichts mehr im Weg…ausser meine noch immer anhaltenden Albträume von der Beantragung meines tansanischen Resident Permits 2009 und 2010, das mir damals einige graue Haare, sowie endlose Warteschleifen, nutzlose Fahrten zu und vom Immigration Office, Papierkram, verlorene Unterlagen, ungefähr 20 Passfotos (ich weiß immer noch nicht, was die mit all meinen Fotos gemacht haben) und zig Blog-Einträge beschert hat. Zum Beispiel
Warten auf die Arbeitserlaubnis
Narri Narro – Kinderfasching in Dar
Und es fliegt immer noch

Ich war also auf einiges gefasst …
Mit Pass, Heiratsurkunde im Original und der chinesischen Übersetzung, Ollis Pass und Resident Permit, einem Antrag und dem Invitation Letter ging es direkt am 25. Februar (das war der erste Tag, an dem nach Chinesisch Neujahr wieder gearbeitet wurde) zur Anmeldung bei der Polizei.
Zeitbedarf: geschätzte 10 Minuten plus Anfahrt

Danach stand Physical Examination auf dem Programm. Einmal von Kopf bis Fuß durchchecken und…Passfotos machen!
Mit einem Laufzettel versehen, sind wir von Zimmer zu Zimmer, um bei der jeweiligen Station einen Stempel einzuholen für

  • Sehtest
  • Blutabnahme
  • Vermessung (die Monstermaschine hat Größe, Gewicht und Körpertemperatur gleich in einem bestimmt und ich habe festgestellt, dass an der Aussage „Im Alter schrumpft man“ etwas dran ist)
  • EKG
  • Ultraschall
  • eine Röntgenaufnahme der Lunge (es ist bestimmt von Vorteil, dass ich an dem Tag schon den 9. Tag in Folge rauchfrei war)
  • eine Urinprobe.
    Das war allerdings nicht ganz so einfach, denn das Reagenzglas was mir zur Verfügung gestellt wurde, hatte in etwa den Durchmesser meines kleinen Fingers. Das Reagenzglas voll zu bekommen und dann auch noch voll abzuliefern war schon eine Herausforderung, denn auf einem chinesischen Klo, mit Mantel an, Tasche in der Hand, nur ja nichts den Boden berühren lassen und dann auch noch Jeans hochziehen und Gürtel mit einer Hand zumachen will gelernt sein.

Geschätzter Zeitbedarf: 1 Stunde plus Heimfahrt
Einziger Wermutstropfen, die yi shengs / Ärzte wollten nicht, dass ich ein Foto von ihnen mache. Schade!

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Wǒ shēntǐ méi wèntí
Bereits am Montag nachmittag hatte das Suzhou International Travel Healthcare Center den Befund an Ollis Büro geschickt. Alles gut, Frau ist gesund!
Mit einem chinesischen Namen (爱尔珂 迪特里希  sprich Ài  ěr  kē    Dí  tè  lǐ  xī) und allen Papieren bewaffnet sind wir dann auf das Amt, und haben meinen Residence Permit beantragt und nochmals Passfotos gemacht.

Geschätzter Zeitbedarf, weil viel los war und wir warten mussten: 2 Stunden plus An- und Heimfahrt

Und jetzt?!?
Ich kann es selbst noch nicht fassen, bereits seit dem 5. März – also keine 1,5 Wochen später bin ich nun stolze Besitzerin eines Resident Permits. Einer zukünftig hoffentlich immer unkomplizierten und vor allen Dingen flexiblen und kurzfristig geplanten Einreise, und einer Aus- und Wiedereinreise in eines der Nachbarländer steht nun nichts mehr im Weg. Und auch die Führerschein-Prüfung kann ich nun in Angriff nehmen.

Ich bin begeistert! Danke Mr. Jiang fürs Fahren und Shelia und Emily fürs Vorbereiten, Mitfahren und Bespassen! Zur Führerscheinprüfung nehme ich euch gerne wieder mit!

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